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- Matthias Klüwer, angelinawolkow
Totmannschalter über Mobilfunk – zuverlässig ohne WLAN
Alleinarbeit ist in vielen Branchen unvermeidbar, etwa bei Wartungsarbeiten, auf Baustellen oder bei technischen Inspektionen. Umso wichtiger ist es, dass Alleinarbeiter schnell Hilfe bekommen, wenn etwas passiert.
Viele Unternehmen gehen davon aus, dass Personen-Notsignal-Anlagen (PNA) oder Totmannschalter nur dann zuverlässig funktionieren, wenn am Einsatzort ein stabiles WLAN vorhanden ist. Dieser Gedanke liegt nahe, schließlich basieren viele digitale Systeme heute auf lokalen Netzwerken.
In der Praxis der Alleinarbeit sieht die Arbeitswelt jedoch anders aus. Gerade dort, wo Menschen häufig allein arbeiten, gibt es oft gar kein WLAN. Baustellen, Industrieanlagen, Infrastrukturprojekte oder Wartungseinsätze im Außendienst verfügen meist nicht über eine dauerhafte Netzwerkinfrastruktur.
Die gute Nachricht: Moderne Totmannschalter sind genau für solche Umgebungen entwickelt worden. Sie können auch ohne WLAN zuverlässig Alarm auslösen, den Standort übermitteln und Hilfe organisieren.
Warum WLAN bei Alleinarbeit oft gar nicht verfügbar ist
Alleinarbeit findet häufig in Bereichen statt, die technisch schwer zugänglich sind oder sich ständig verändern. Ein stabiles WLAN-Netz aufzubauen wäre dort entweder aufwendig, teuer oder schlicht nicht praktikabel. Typische Einsatzorte sind zum Beispiel:
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Baustellen und Infrastrukturprojekte
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Industrieanlagen und große Werksgelände
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Wartungs- und Serviceeinsätze im Außendienst
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Versorgungsschächte oder Maschinenräume
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Tunnel und unterirdische Anlagen
In vielen dieser Arbeitsumgebungen gibt es entweder kein WLAN oder die Verbindung ist zu instabil, um im Notfall zuverlässig zu funktionieren. Genau deshalb setzen professionelle Systeme wie die von Almas Industries für den Alleinarbeiterschutz nicht auf lokale Netzwerke als zentrale Voraussetzung.
Wie Totmannschalter ohne WLAN funktionieren
Statt auf WLAN angewiesen zu sein, nutzen moderne Personen-Notsignal-Anlagen mehrere Technologien gleichzeitig. Dadurch bleibt der Notruf auch dann erreichbar, wenn vor Ort keine klassische Netzwerkinfrastruktur vorhanden ist.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Mobilfunkverbindung. Totmannschalter verfügen über integrierte SIM-Karten und kommunizieren direkt über das Mobilfunknetz mit der Notrufleitstelle. Besonders zuverlässige Systeme arbeiten dabei mit sogenannten Multi-SIM-Karten. Das bedeutet, dass das Gerät automatisch das jeweils stärkste verfügbare Netz nutzt. So bleibt die Verbindung auch bei schwankendem Empfang stabil.
Zusätzlich verfügen viele Geräte über eine integrierte GPS-Ortung. Im Alarmfall kann der Standort automatisch an die Leitstelle übermittelt werden. Die aufgeschaltete Notrufleitstelle sieht sofort, wo sich die betroffene Person befindet und kann gezielt Hilfe organisieren.
Neben GPS sollte in einer modernen PNA auch eine Bluetooth-basierte Ortung integriert sein. Dabei kommuniziert der Totmannschalter mit sogenannten Bluetooth-Ortungssensoren im Gebäude. Diese Technologie ist besonders dort hilfreich, wo GPS nicht zuverlässig funktioniert, etwa in Produktionshallen, großen Gebäudekomplexen oder unterirdischen Anlagen. Durch die Kombination verschiedener Ortungstechnologien lässt sich der Standort eines Alleinarbeiters deutlich präziser bestimmen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil moderner PNA-Systeme sind automatische Alarmfunktionen. Sie sorgen dafür, dass auch dann ein Notruf ausgelöst wird, wenn eine Person nicht mehr selbst Hilfe rufen kann. Typische Alarmmechanismen sind beispielsweise:
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Bewegungslosigkeitsalarm bei längerer Inaktivität
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Lagealarm bei einem Sturz oder ungewöhnlicher Körperhaltung
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Zeitalarm, wenn sich eine Person nicht planmäßig zurückmeldet
Diese automatischen Funktionen sind besonders wichtig, weil viele Arbeitsunfälle plötzlich passieren und Betroffene oft nicht mehr in der Lage sind, selbst einen Notruf abzusetzen.
Was passiert, wenn auch Mobilfunk nicht zuverlässig verfügbar ist?
Es gibt allerdings auch Einsatzorte, an denen selbst Mobilfunk nicht zuverlässig verfügbar ist, nicht einmal mit einer Multi-SIM-Karte. Dazu gehören beispielsweise unterirdische Anlagen, abgeschirmte Maschinenräume oder tief gelegene Versorgungsschächte.
Gerade in solchen Umgebungen kann die Kommunikation zur Notrufleitstelle eine besondere Herausforderung darstellen. Dennoch gibt es technische Lösungen, um auch hier einen zuverlässigen Alleinarbeiterschutz sicherzustellen. Eine Möglichkeit besteht darin, vor Ort ein temporäres, stabiles WLAN-Netzwerk aufzubauen, das speziell für Totmannschalter genutzt wird. Die Geräte verbinden sich mit diesem lokalen Netzwerk – beispielsweise platziert vor einem Schachteingang –, während die Verbindung zur Leitstelle über Mobilfunk hergestellt wird.
Joshua Langer, Leiter Personenschutztechnik bei Almas Industries: „Ein Beispiel dafür ist ein mobiler WLAN-Koffer, der innerhalb weniger Sekunden ein eigenes Netzwerk bereitstellt und mehrere Totmannschalter gleichzeitig verbinden kann. Dadurch bleiben Mitarbeitende auch in abgeschirmten Bereichen erreichbar. Wir bieten dieses System aktiv an, sobald wir bei einem Kunden feststellen, dass Funklöcher zu Verbindungsproblemen führen.“
Solche Systeme sind besonders für temporäre Einsätze geeignet. Sie funktionieren autark, benötigen keinen festen Netzwerkanschluss und können flexibel an wechselnden Einsatzorten eingesetzt werden.
Worauf Unternehmen bei der Auswahl eines PNA-Systems achten sollten
Wenn Unternehmen ein System für den Alleinarbeiterschutz auswählen, sollten sie nicht nur auf das Gerät selbst schauen. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Technologie, Organisation und Notfallmanagement.
Wichtige Kriterien sind unter anderem:
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zuverlässige Verbindung über Mobilfunknetze
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automatische Alarmfunktionen bei Unfällen
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eine rund um die Uhr besetzte Notrufleitstelle
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flexible Lösungen für Funklöcher oder abgeschirmte Bereiche
Joshua Langer (Team-/Projektleiter Totmannschalter): „Ein durchdachtes Gesamtsystem stellt sicher, dass im Ernstfall schnell reagiert werden kann und Hilfe ohne Verzögerung organisiert wird. Darum setzen wir bei Almas Industries auf die Kombination unterschiedlicher Verbindungs- und Ortungstechnologien, um maximalen Alleinarbeiterschutz zu gewährleisten.“
Gut zu wissen: Alleinarbeiterschutz läuft auch ohne WLAN
Der weit verbreitete Gedanke, dass Totmannschalter zwingend ein WLAN benötigen, entspricht nicht der Realität moderner Sicherheitstechnik. Personen-Notsignal-Anlagen von Almas Industries sind speziell dafür entwickelt, auch in schwierigen Arbeitsumgebungen zuverlässig zu funktionieren. Mobilfunkverbindungen, GPS- und Bluetooth-Ortung, mobile WLAN-Koffer und automatische Alarmmechanismen sorgen dafür, dass Hilfe auch dann erreichbar bleibt, wenn vor Ort keine durchgehende Netzwerkinfrastruktur vorhanden ist.
Für Unternehmen bedeutet das: Alleinarbeiterschutz lässt sich heute nahezu überall umsetzen – von Baustellen über Industrieanlagen bis hin zu unterirdischen Infrastrukturen. Das Team von Almas Industries berät Sie gern.
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